Freitag, 15. Februar 2013

[Japanese Drama] 1 Litre Of Tears



(Bildquelle)
Original:
Synonym: ichi rittoru no namida
1 litre no namida

Country: Japan
Erscheinungsjahr: 2005
Episoden: 11 (ca. 50 Min.)
Genre: Tragödie, Familie, Jugend, Romantik, Krankheit
Setting: Gegenwart

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Sawajiri Erika as Ikeuchi Aya (15-20)
Yakushimaru Hiroko as Ikeuchi Shioka (40-51)
Nishikido Ryo as Asou Haruto (15-20)
Jinnai Takanori as Ikeuchi Mizuo (45-56)
Narumi Riko as Ikeuchi Ako (13-18)
Fujiki Naohito as Mizuno Hiroshi (33-44)
Koide Saori as Sugiura Mari (15-18)
Sanada Yuma as Ikeuchi Hiroki (11-16)


(Bildquelle)
Buch: Es beruht auf einer wahren Geschichte: Tagebuch von Aya
Anime: Nein
Andere Versionen: 1 Lire of Tears (Filmversion von 2005)
Fortsetzung: 1 Special !

Die sechsköpfige Familie Ikeuchi hat einen Tofu-Laden, in dem die Kinder mitarbeiten müssen. Die älteste Tochter Aya (15) ist überall beliebt. In der Schule leitet sie einen Chor und spielt leidenschaftlich Basketball.
Etwas ist jedoch seltsam... sie verliert häufig das Gleichgewicht, lässt Gegenstände einfach fallen oder fällt von einer Sekunde auf die andere um - ohne dass ihre Arme sie reflexartig vorne abfangen. Eines Tages stürzt sie schwer auf dem Schulweg und wird von ihrer Mutter Shioka ins Krankenhaus gefahren. Dort wird nach Gründen gesucht. Ein Arzt diagnostiziert Shioka, dass Aya unheilbar krank ist und sich ihr Kleinhirn allmählich auflöst.... 

1 Litre of Tears beruht auf einer wahren Geschichte. Sowohl Aya, als auch ihre Familie gab es wirklich. Die ursprüngliche Aya schrieb in ihrem immer schlechter werdenden Zustand ihre Gedanken in ein Tagebuch - solange, bis sie nicht einmal mehr einen Stift halten konnte und das Papier nur noch von Tränen übersäht war.
Dieses Tagebuch wurde nach vielen Jahren veröffentlicht und verkaufte sich weltweit über 8 Millionen mal. Es ist das Tagebuch einer traurigen Geschichte, die aus dem Leben gegriffen wurde. Im Abspann werden Fotos von der wirklichen Aya und ihrem Werdegang gezeigt. Von der Schulbank zum Krankenhaus - der hoffnungslose Kampf gegen den eigenen Körper, der immer mehr von der Krankheit zerfressen wird, bis kaum noch etwas möglich ist.
Ich weiss, dass ich ziemlich oft Kritiken damit beginne, dass ich sie schon ewig geplant hatte ^^ Aber diesmal ist es anders, ich kann sogar genau sagen, wann ich das Drama schauen wollte und zwar am 10.07.2011 xD Woher ich das weiss? Ich habe damals schon einen Post für die Kritik erstellt, in der eigentlich nur noch meine persönliche Meinung gefehlt hat. Fast 1,5 Jahre später habe ich es doch tatsächlich geschafft und Gott segne die wasserfeste Masskara, wodurch meinen Eltern zum Glück dieser Anblick entgangen ist xD

1 Litre of Tears ist ein Klassiker unter den japanischen Dramen, dass so ziemlich jeder gesehen hat oder bereits davon gehört hat – eigentlich kommt man kaum drum rum es sich anzusehen, auch wenn eine Verzögerung von 1,5 Jahren durchaus möglich ist^^ Wie bereits im „Story“-Teil geschildert, beruht dieses Drama tatsächlich auf einer wahren Begebenheit und wenn man sich darüber bewusst ist, dann ist 1 Litre of Tears gleichzeitig tausend mal trauriger, aber auch tausend mal ermutigender. Ich weiss nicht wie es bei euch ist, aber der Gedanke, dass irgendein trauriges Drama sowieso nur erfunden ist, macht es es für mich einfacher zu schauen. Wenn man jedoch weiss, dass dieses grausame Schicksal tatsächlich jemanden ereilt hat, der dann noch so jung ist, dann will man das gar nicht glauben.

Aber dieser Aspekt macht das Drama dann doch aus. Es berührt einen ganz tief im Herzen und ehe man sich versieht, hat es einen gepackt und man macht gemeinsam mit der ganzen Familie ein Gefühlschaos durch, dass zwischen Hoffnung und Verzweiflung pendelt. Und ja, ich habe viel weinen müssen, zwar nicht in jeder Folge, aber wenn der Tränenfluss mal ein Fahrt gekommen ist, gab es so gut wie kein Halten mehr ^^ Ich glaube sogar, dass es fast unmöglich ist, das Drama zu verfolgen ohne eine einzige Träne zu vergießen, einfach weil es die Realität widerspiegelt. Trotzdem ist es nicht das Ziel von 1 Litre of Tears einen möglichst oft in eine Heulsuse zu verwandeln, viel mehr ist es ein Drama, dass unglaublich viel Hoffnung vermittelt, einem zeigt wie wichtig Familienzusammenhalt und verlässliche Freunde sind.


Wir sehen es immer als selbstverständlich an, dass wir der Herr über unseren Körper sind und seine Vorgänge steuern können, ohne uns große Gedanken darüber zu machen. Schließlich tun wir es jeden Tag und gehen davon aus, es auch noch in Zukunft ohne große Anstrengung funktionieren wird. Wer denkt schon groß über Dinge nach, die sowieso natürlich sind. So geht es sicher nicht nur mir. Oder wann habt ihr euch denn das letzte Mal bewusst darüber gefreut, dass ihr gehen oder schreiben könnt? Zuzusehen, wie Aya (Sawajiri Erika) all diese Fähigkeiten nach und nach verliert, hat mir das Herz gebrochen, ich habe sie zutiefst bemitleidet – was eigentlich eine normale Reaktion ist.

„There is nothing wrong with pity, right?
Pity is taking other's sadness und pain and treating it as your own, right?“

Viel mehr als Mitleid hat sie jedoch meine Anerkennung verdient, denn obwohl ihr Zustand sich immer mehr verschlechtert, kann sie immer noch lächeln und bleibt ein Optimist. Sie ist einfach fantastisch – weshalb man allen Grund hat sich eher für die Menschen zu schämen, die Aya für zurückgeblieben halten. Zu wissen, dass sie wirklich existiert hat, macht mich sprachlos vor Bewunderung. Denn während andere in ein tiefes schwarzes Loch versinken würden, gibt sie nicht auf und macht mit ihren Tagebucheinträgen, denen Hoffnung, die sie für längst verloren hielten.

„People shouldn't dwell on the past. It's enough to try your best in all that doing now“

Ich hoffe, dass es wirklich so einen Menschen, wie Haruto (Nishikido Ryo) in ihrem Leben gegeben hat, einen Freund außerhalb ihrer Familie, der 100 %ig hinter ihr steht und sie verteidigt, wenn andere hinter ihrem Rücken schlecht über sie reden. Okay... streicht das, wie befürchtet war er nur ein imaginärer Charakter, der die Story irgendwie noch hoffnungsvoller gemacht hat. Ich wünschte es hätte ihn tatsächlich gegeben, ich hätte ihr so einen Menschen zu gern an die Seite gestellt.


Es ist trotzdem schön zu wissen, dass sie bei weitem nicht allein war, denn so eine tolle Familie wie Aya hinter sich stehen hat, findet man sicher nicht überall. Ich bin immer noch total berührt davon, wie rührend sie sich um sie gekümmert haben, ohne sie wie eine behinderte Person zu behandeln.
„Because Aya is still Aya“
In dem Sinne ist 1 Litre of Tears trotz der Tragödie ein Drama, dass einen warm ums Herz werden lässt. Das haben wir sicher auch den fantastischen Schauspielern zu verdanken, vor allem Sawajiri Erika hat Aya, die an Spinozerebellärer Ataxie leidet, sehr menschlich dargestellt – ein Lob aber auch an alle anderen Beteiligten!

Bevor ich zum Schluss komme, will ich noch die tolle Musik erwähnen, die uns durch das Drama begleitet und uns zu den passenden Stellen einige Tränen entlockt. Demnach müsst ihr in der richtigen Stimmung sein, um 1 Litre of Tears zu sehen. Was heißt, entweder so scheise und verheult drauf sein, dass ihr denkt, viel schlimmer kann es nicht mehr werden oder so gut drauf sein, dass ihr denkt, dass nichts eure Laune trüben kann^^ Nein – vergisst das, denn dann werdet ihr wie ich 1,5 Jahre auf so einen Zeitpunkt warten müssen. Lasst euch nicht so lange Zeit, Aya hat schließlich auch nicht den ganzen Tag Zeit um auf euch zu warten ;)



„ Live on. Live on Forever“
Spannung: 3
Humor: 2
Romantik: 3
Küsse: 0
Musik: 5
Besetzung: 5
Schluss: 4

10 von 10 Punkten!
Bewerte doch auch das Drama, falls du es schon gesehen hast ;)


Kommentare:

  1. Gute kritik - Ich sehe es genau so haha ^__^

    Oh wie meine nostalgischen Erinnerungen hoch kommen xD One litre of namida war mein erstes japanisches Drama ( ich glaube ich habe es in 2008 geschaut) und es war einfach unbeschreiblich. Ich war richtig sprachlos als ich zu ende geschaut habe. Ich habe bei noch keinem Drama so geheult wie hier. xD Aber mich bekommt man auch nicht so leicht zum heulen -

    Wie du bereits geschrieben hast - ich fand es richtig bewegend wie sich die familie um sie gekümmert hat - und das waren auch die szene wo ich am meisten geflennt habe kkkk xD

    Ich glaube ich sollte mir das novel dazu holen ^^ oder es rewatchen wenn ich zeit habe !

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  2. Ist schon eine Weile her, dass ich dieses Drama geschaut habe, aber ich glaube ab Folge zwei habe ich jede Folge geheult. Gegen Ende wurde das richtig schlimm mit den Heulen. XD

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  3. Deine Kritik ist wirklich gut geschrieben... lol ich bekam beim Lesen der Kritik schon leicht waessrige Augen, als ich an die Geschichte von Aya gedacht habe :P
    Ist schon etwas laenger her, dass ich 1 litre of tears geschaut habe..und es war auch mein erstes japanische Drama. Ich habe geheult wie ein Wasserfall....
    Wie du schon sagtest..die Musik ist auch toll gemacht...ich hoere auch noch heute manchmal das Lied davon :)
    Das es Haruto in wirklichkeit nicht gab, hat mich etwas traurig gemacht :(
    Ich habe 1litre of tears sogar mehrmals geschaut...und immer noch dabei geheult O.O

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    1. Vielen Dank :)
      Ich weiss nicht ob ich mir das Drama nochmal geben kann ^^ Aber wenn ich mal wieder weinen will, dann ist es ganz oben auf meiner Liste ;)

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Wenn du auch deinen Senf dazu geben willst, dann ist das hier deine Möglichkeit ^^ Ich freue mich über so ziemlich jede Gefühlsregung :)

PS: Ich antworte immer unter dem jeweiligen Post, also vergess nicht wieder zu kommen! :P

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