Samstag, 27. Oktober 2018

[Korean Drama] Awl



Original: 송곳
Country: Korea
Erscheinungsjahr: 2015
Sender: JTBC
Episoden: 12 (ca. 60 Min.)
Genre: Dramatik, Leben, Business, Realverfilmung, Live-Action
Setting: Gegenwart

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Ji Hyun Woo as Lee Soo In
Ahn Nae Sang as Goo Go Shin


W
ebcomic: „Awl“ von Choe Gyu Seok
Anime/Andere Versionen/Fortsetzung: Nein


Nachdem Lee Su In die Armee verlassen hat, beginnt er in einem großen Supermarkt zu arbeiten und wird relativ schnell zum Manager befördert. Doch als ihm sein Boss eines Tages den Befehl gibt seine Teilzeitarbeiter nach und nach illegal zu entlassen, weigert er sich und entschließt sich stattdessen dazu eine Arbeitergewerkschaft zu gründigen.


Als das Internet ausfiel und das Drama das einzige war, das ich auf meinem Tablet gespeichert hatte, war es endlich soweit und ich habe Awl endlich auch geschaut. Ich bin mega glücklich über diese Entwicklung und wünsche mir, dass ich das Drama schon viel früher gesehen hätte, denn es hat jede Aufmerksamkeit verdient. Deshalb hoffe ich, dass ich euch mit dieser Kritik dazu anstiften kann Awl auch mal eine Chance zu geben, denn die hat das Drama allemal verdient.






Nachdem ich Ji Hyun Woo's letztes Drama Trot Lovers (ops es war eigentlich Angry Mom^^) eher als Fail abgestempelt habe, war ich gespannt auf dieses Projekt von ihm. Denn wer denkt, dass er gerade mal ein Durchschnittsschauspieler ist, der wird spätestens nach Awl wissen, dass dies nicht der Fall ist. Ich habe ihn schon in Queen In Hyun's Man ziemlich in mein Herz geschlossen, aber er hat mich noch in keiner anderen Rolle so nachhaltig beeindruckt wie in Awl, wo er den Manager Lee Su In spielt.


Lee Su In schaut wie ein ganz normaler Manager aus, der stets das tut, was ihm befohlen wird, deshalb können ihn nicht mal seine untergestellten Mitarbeiter richtig ausstehen und lästern hinter seinem Rücken. Doch als ihm aufgetragen wird diese nach und nach zu kündigen, regt sich was in ihm und wir bekommen einen kleinen Einblick in seine Vergangenheit. Denn Lee Su In war nie die Art von Person, die einfach mit dem Strom schwimmt. Ganz wie sein Vater, ist er jemand, der sich gegen andere auflehnt, wenn etwas gegen sein Gewissen geht, doch das hat ihn schon in einige Schwierigkeiten gebracht. 



Deswegen versucht er diesem inneren Drang zu widerstehen soweit es ihm möglich ist. Doch diesmal kann er es nicht...Er trifft auf Goo Go Shin (Ahn Nae Sang) – der selbstständiger Anwalt für Arbeitsrecht ist und versucht selbst kleineren Arbeitnehmern ohne Geld zu ihrem Recht zu verhelfen – der ihm dazu verhilft eine Gewerkschaft zu gründen, doch das ist erst der Anfang. Der richtige Kampf beginnt erst dann richtig, denn natürlich will sich der Supermarkt nichts vorschreiben lassen und versucht alles Mögliche um Lee Su In und seinen Mitarbeitern Steine in den Weg zu legen.



Auch wenn der Kampf gegen die Ungerechtigkeit einer Firma mit nur einem Mann und seiner Geschichte beginnt, so bleibt es nicht lange die Geschichte eines Mannes, sondern erzählt viele Geschichten. Wir lernen sowohl Lee Su In als Charakter besser kennen, als auch seine Mitarbeiter und ihre Hintergrundgeschichten. Aus Nebencharakteren werden richtige Menschen, die einen emotional alles andere als kalt lassen, sondern einen viel eher dazu anstacheln die Storyline noch genauer zu verfolgen. Awl erzählt eine Geschichte von Ungerechtigkeit, die mich sehr mitgenommen hat. Wir in Deutschland sind Gewerkschaften gewöhnt und sehen sie als Normalität an, in Süd Korea hingegen schaut es ganz anders aus und alle Firmen versuchen Gewerkschaften, wie es nur geht zu verhindern. Ich war ziemlich schockiert, als ich herausgefunden habe, dass das Drama mehr oder weniger auf einer wahren Begebenheit basiert, die sich 2002 in Südkorea zugetragen hat. 



Awl war einfach wow, auch wenn ich sagen muss, dass es wohl nicht ein Drama für jeden sein wird. Man muss sich schon für die Thematik interessieren, oder zumindest auf realistisch erzählte Dramen mit authentischen Charakteren stehen, denn das ist Awl auf jeden Fall. Ich liebe die Art und Weise, wie das Drama erzählt wird, auch wenn es die ein oder andere Sache gab, die mich letzten Endes etwas gestört hat, wie der Schluss. Awl hätte eine Folge mehr nämlich wirklich gut getan, davon abgesehen habe ich nichts zu bemängeln. Schauspielerisch auf sehr hohem Niveau, mit vielen Überraschungsmomenten und spannender Storyline! Man muss eben auf solche Dramen stehen, dann weiss man sie auch zu schätzen. Wer Misaeng toll fand, der sollte auch hier mal reinschauen!








Spannung: 4
Humor: 2
Romantik: 1
Küsse: /
Musik: 4
Charaktere: 5
Schauspieler: 5
Schluss: 5

9 von 10 Punkten!
Bewerte doch auch das Drama, falls du es schon gesehen hast ;)

Mittwoch, 28. September 2016

[Korean Drama] Greatest Love

Original: 최고의 사랑
Synonym: The Best Love


Country: Korea
Erscheinungsjahr: 2011
Sender: MBC
Episoden: 16 (ca. 60 Min.)
Genre: Romantik, Comedy, Showbiz
Setting: Gegenwart

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Gong Hyo Jin as Goo Ae Jung
Cha Seung Won as Dokko Jin
Yoo In Na as Kang Se Ri
Yoon Kye Sang as Yoon Pil Joo


Manga/Anime/Andere Versionen/Fortsetzung: Nein


Go Ae Jung ist eine ehemalige Idolsängerin, die vergeblich versucht im Rampenlicht zu bleiben, obwohl sie das Publikum nicht so richtig leiden kann. Im Gegensatz dazu ist Dok Go Jin ein, von jedem, geliebter Schauspieler, der Hinter den Kulissen aber gar nicht so nett ist, wie er immer tut. Als sich die beiden zum ersten Mal begegnen artet alles in einem Chaos aus und eins ist sicher: die beiden können sich alles andere als ausstehen. Doch ihre Wege kreuzen sich immer wieder, als Ae Jung für eine beliebte Dating Variety Show gecastet wird, die von ihrer hochnäsigen ehemaligen Bandcollegin (und Dok Go Jin's momentaner Freundin) Kang Se Ri moderiert wird. 




Eigentlich habe ich The Greatest Love schon einmal 2012 gesehen, oder zumindestens begonnen, denn nach 5 Folgen habe ich damals abgebrochen. Das kann ich aus heutiger Sicht gar nicht nachvollziehen und nur darauf schieben, dass ich damals wahrscheinlich einfach keine Lust auf so eine Art von Drama hatte und das gar nicht am Drama selbst lag, denn The Greatest Love hatte fast alles was ich mir von einem Rom-Com-Drama wünsche. 




Ich habe Gong Hyo Jin in allen ihren Dramen seit 2010 gesehen, eben mit Ausnahme von diesem, weshalb ich mir vorgenommen habe es nochmal zu versuchen und siehe da: es war super! Gu Ae Jung (Gong Hyo Jin) hat es nicht so einfach im Leben, seit sich ihre Girlgroup damals vor fast 10 Jahren aufgelöst hat und sie von einigen Menschen als Grund dafür gesehen wird. Eigentlich könnte Gu Ae Jung dieses Missverständnis einfach auflösen, doch ein Versprechen zwingt sie dazu als unbeliebter C-Promi von Show zu Show zu gehen, falls sie überhaupt jemand sehen will. Ich mochte ihren Charakter sehr, eben weil sie sich treu bleibt und manchmal mehr auf die Gefühle anderer Rücksicht nimmt als auf ihre eigenen. 



Wer hätte gedacht, dass Gong Hyo Jin und Chae Seung Won so eine tolle Chemie haben würden, aber das hatten sie, auch wenn Cha Seung Won's Charakter Dok Go Jin anfangs wirklich ein Mistkerl ist, wie er im Buche steht. Er ist ziemlich arrogant, versucht aber sein tolles Image zu bewahren und wird dafür von allen geliebt. Die Filmangebote häufen sich, aber auch die Werbeindustrie streitet sich um ihn. Alles läuft super, bis auf die Tatsache, dass er für eine Rolle, die ihn ganz groß in Hollywood machen sollte, abgelehnt worden ist. Durch Zufall erfährt Gu Ae Jung davon und verwendet es mehr oder weniger gegen ihn, um ihr ein bisschen aus der Patsche zu helfen. In einem Radiointerview hat diese nämlich preisgegeben, dass sie und der Star Dok Go Jin ganz gute Freunde wären.



Cha Seung Won ist göttlich in der Rolle und ich mochte seinen Charakter, weil er eine Charakterentwicklung durchmacht, die den guten Menschen in ihm zeigt. Er ist zwar manchmal total over-the-top, aber im Grunde ist das ganze Drama so. Auch wenn die ein oder andere Sache relativ realistisch rüberkommt, entsteht der Humor des Dramas manchmal durch die absurdesten Situationen und auch Overacting bleibt manchmal nicht aus. Man muss diese Art von Humor eben mögen und wenn man das tut, dann wird euch The Greatest Love mehr als nur einmal zum Lachen bringen. Viele Rom-Com's werden gegen Ende einfach nur dramatisch und büßen auf der Strecke ihren Humor ein, aber nicht dieses Drama. Denn auch in der zweiten Hälfte gibt es mega viel zu lachen. Ich habe teilweise so laut gelacht, dass ich mich etwas geschämt habe, weil ich das Drama um 23 Uhr geschaut habe und die Wände nicht gerade dick sind xD 



The Greatest Love enthält dabei einige Klischee's wovon die Second Female Lead wohl eins ist. Ich selbst konnte mich gar nicht daran erinnern, Yoo In Na in dem Drama gesehen zu haben, aber sie spielt hier tatsächlich die 2nd Lead namens Kang Se Ri, die auch mal Teil von Gu Ae Jung's Girlgroup war. Damals war sie die Unbeliebteste, doch im Gegensatz zu Gu Ae Jung ist sie jetzt sehr beliebt und hostet momentan eine Dating Variety Show. Leider ist sie jedoch auch die Art von Second Lead, der man am liebsten die Augen auskratzen würde. Gegen Ende legt sich das zwar etwas, aber ein bisschen weniger „Bitch“ hätte ihr nicht geschadet.


Da ist wenigstens der männliche Second Lead (Yoon Kye Sang) eine tolle Ausnahme. Auch wenn er so gutaussehend, nett und fast perfekt ist, wie wir es von Second Lead's gewöhnt sind, so ist er niemand der über Leichen geht um die Main Lady für sich zu gewinnen. Er bleibt sich immer treu und ist einfach eine tolle Charakterergänzung für das Drama. Davon abgesehen ist der Cast eher unspektakulär, auch wenn es einige tolle Charaktere gibt. Schauspielerisch lässt The Greatest Love vor allem bei den Nebencharakteren manchmal etwas zu wünschen übrig, aber davon abgesehen kann ich mich nicht beschweren. 




Neben den ganzen Produktplatzierungen für Nikon und vor allem dem Vitamingetränk, ist mir noch eine Sache etwas negativ ins Auge gesprungen und das ist der OST, der zwar ein paar ganz nette Lieder beinhaltet, aber meiner Meinung nach wird ein Song viel zu oft gespielt und zwar der ehemalige Hitsong der Girlgroup – und Gu Ae Jung's Klingelton – zum Glück mochte ich den Song, ansonsten hätte es mich noch mehr aufgeregt, aber statt 5 verschiedene Versionen des Liedes zu spielen, hätte ein weiterer Song echt nicht geschadet. Aber das ist natürlich kein Grund das Drama nicht zu schauen.


Ganz im Gegenteil. Wer mal wieder Lust hat auf ein toller Rom-Com-Drama, das seinen Humor nicht verliert, der ist hier genau richtig. Außerdem endet The Greatest Love einfach fantastisch! Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so zufrieden mit einem Happy Ending war. Ach jaaaa... Gong Hyo Jin und Cha Seung Won sind einfach purer Zucker zusammen!







Spannung: 3
Humor: 5
Romantik: 5
Küsse: 5
Musik: 3
Charaktere: 4
Schauspieler: 4
Schluss: 5

8 von 10 Punkten!
Bewerte doch auch das Drama, falls du es schon gesehen hast ;)

Montag, 15. August 2016

[Korean Drama] D-Day



Original: 디 데이
Country: Korea
Erscheinungsjahr: 2015
Sender: JTBC
Episoden: 20 (ca. 60 Min.)
Genre: Katastrophe, Medizin, Dramatik, (Romantik)
Setting: Gegenwart
Szenario: Ẻrdbeben in Seoul

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Kim Young Kwang as Lee Hae Sung
Jung So Min as Jung Ddol Mi
Ha Suk Jin as Han Woo Jin


Manga/Anime/Andere Versionen/Fortsetzung: Nein


Die Auswirkungen sind katastrophal, als ein Erdbeben mit einer Stärke 6,5 auf Seoul trifft. Gebäude stürzen ein, Straßen sind blockiert, Verpflegung und medizinische Hilfe werden benötigt und die Menschen versuchen verzweifelt, dass zu retten, was ihnen geblieben ist.

Inmitten dieser Naturkatastrophe geraten zwei Menschen immer wieder aneinander, deren moralische Werte völlig auseinander gehen: Lee Hae Seong ist der Unfallchirurg und Park Geon der Direktor vom privaten Mirae Krankenhaus. 



Lee Hae Seong versucht so viele Menschen zu retten, wie es ihm möglich ist, während Direktor Park immer wieder versucht das Krankenhaus zu schließen, um dessen Ruf zu retten und zu verhindern, dass sie verklagt werden, sollte etwas bei einem Patienten schief gehen.
Schon bald stoßt Hae Seong an seine Grenzen, während er versucht mit egoistischen Vorgesetzten, gierigen Politikern, dem Leben seiner Patienten und den Folgen der Katastrophe umzugehen.

Quelle: http://mydramalist.info/title/30866/d_day


D-Day ist zwar eines von vielen Medizindramen, aber das erste Katastrophen Drama, dass ich gesehen habe. Meine Erwartungen waren nicht sonderlich groß, einfach weil ich davon ausgegangen bin, dass kein großes Budget dahintersteckt und weil so ein Drama bei einem Live-Shooting bestimmt an Qualität einbüßen würde. Aber in der Hinsicht habe ich mich wirklich geirrt, ich weiss nicht wie viel Geld die Produktionsfirma hatte, aber die Effekte waren der Hammer und mega realistisch, insofern ich das überhaupt einschätzen darf. Außerdem wurde es vorproduziert, dass heißt, dass die Qualität absolut stimmt, aber leider war nicht alles so perfekt...



Auch wenn mich einige Dinge gestört haben, die Schauspieler waren es definitiv nicht, denn der Cast war super! Kim Young Kwang habe ich erst gar nicht wiedererkannt, weil er in seinem letzten Drama Pinocchio noch keine Lockenpracht auf dem Kopf hatte und Jung So Min kannte ich bisher nur aus ihrer ersten Hauptrolle in Playful Kiss (2010), ein Drama, dass ich am liebsten verdrängen würde. Im weiteren Cast sind Ha Seok Jin, Lee Kyoung Young, Cha In Pyo, Kim Sang Ho und viele weitere tolle Schauspieler zu sehen. Kpop-Fans interessiert vielleicht die Tatsache, dass Infinite's Lee Sung Yeol eine Nebenrolle hat. Am Cast gibt es wirklich nichts auszusetzen und das Niveau ist relativ hoch angesiedelt, ich wünschte nur ich hätte an den Charakteren genauso wenig auszusetzen gehabt.



Aber keine Panik, damit meine ich keinesfalls, dass das Drama voller bescheuerter Charaktere ist – ganz im Gegenteil. Ich habe Lee Hae Sung (Kim Young Kwang), den aufopferungsvollen Unfallchirurgen total bewundert und Jung Ddol Mi's (Jung So Min) durchgreifende Art gefeiert. Han Woo Jin (Ha Seok Jin) hätte ich zwar manchmal am liebsten gegen 'ne Wand gehauen, aber zum Glück gibt es das magische Wort namens „Charakterentwicklung“. Davon macht leider lediglich Park Gun (Lee Kyoung Young) keinen Gebrauch, denn er vertritt eisern seine Meinung, dass das Krankenhaus geschlossen werden sollte. OMG hat er mich aufgeregt und das jede Folge auf's neue! Ich frage mich, wie realistisch so ein Charakter tatsächlich ist, aber das mag auch einfach daran liegen, dass ich hoffe, dass so Menschen nicht existieren und falls sie es doch sind, doch zumindestens keine Ärzte sind. 


Ich habe mir immer wieder Gedanken gemacht, wie viel besser das Drama doch ohne solch einen Charakter gewesen wäre... eins wäre es sicher: wesentlich kürzer, denn der Konflikt „Krankenhaus zu – nein Krankenhaus auf!“ streckt sich über ¾ des Dramas hin. Es hat mich echt fassungslos gemacht, dass so ein Konflikt überhaupt existieren könnte, wenn zur gleichen Zeit ein Erdbeben die Hauptstadt verwüstet, aber es war offensichtlich möglich. Bevor ich auf die Dinge zu sprechen komme, die mich zu der 8 Punkte Wertung verleitet haben, möchte ich jedoch noch auf die negativen Seiten des Dramas eingehen. Eine davon ist eben dieser Teufelskreis, der sich immer wieder wiederholt hat und wohl der Grund ist, warum einige das Drama abgebrochen haben. 


Doch da gab es noch eine Sache, die mich viel mehr gestört hat. Ich habe bereits in der Einleitung geschrieben, wie toll ich die Effekte fand – diese und der wunderbare Soundtrack haben D-Day total aufgewertet und mir eine realistische Vorstellung davon gegeben, wie ein starkes Erdbeben eine so große Stadt wie Seoul lahm legen kann. Die Katastrophe wurde toll dargestellt, genauso wie die abstürzenden Gebäude und die verwüsteten Straßen... aber leider blieb das Drama nicht bis zum Ende so authentisch, jedenfalls in meinem Auge. Ich meine, wie reden hier von Seoul eine der am besten entwickelten Städte der Welt, die sich zudem in dem relativ reichen Land Südkorea befindet, das zudem gute internationale Beziehungen hat.


Wenn so eine Stadt zerstört wird, dann kann ich mir gut vorstellen, dass sagen wir eine Woche lang Chaos herrscht, dann aber überall Rettungsarbeiter und Ärzte aus umliegenden Städten zur Hilfe eilen und überall internationale Hilfskräfte zu sehen sind... oder spinne ich? Ich muss zugeben, dass ich keine genaue Ahnung habe, in welchem Zeitraum D-Day spielt, aber es scheinen schon einige Wochen zu sein und im letzten Viertel ist immer noch überall Chaos... Klar macht es das Drama spannender in der Hinsicht, dass die Leute alle auf sich allein angewiesen sind und sich selbst helfen müssen, sonderlich realistisch fand ich das aber nicht. Bin ich die Einzige Person mit der Meinung?


Abgesehen davon war D-Day wirklich toll und hat mich in vielen Aspekten überrascht und meine Erwartungen übertroffen. Es gab zwar einige Dinge, wie der Krankenhauskonflikt, die das Drama etwas vorhersehbar gestaltet haben, aber ich wurde auch sehr oft überrascht mit Ereignissen, mit denen ich so gar nicht gerechnet hätte. 20 Folgen waren trotzdem etwas zu lang und beinhalteten einige Szenen die man sich getrost hätte sparen können, aber im großen und ganzen kann ich mich nicht beschweren. D-Day hat mich mit seiner Erzählweise und den vielen Schicksalsschlägen emotional ziemlich berührt. Außerdem war ich von den beiden Hauptdarstellern als Paar ziemlich begeistert, denn deren Chemie war fantastisch! Trotzdem war ich froh, dass Romantik keinesfalls im Vordergrund stand!


Falls ihr Lust habt, mal ein etwas anderes Medizindrama zu sehen oder euch einfach ansehen wollt, wie Seoul von einem Erdbeben verwüstet wird, dann schaut doch mal rein. Aber es gibt noch viele andere Gründe, die es rechtfertigen würden D-Day auf die „Plan-To-Watch“ Liste zu setzten. Ich bereue jedenfalls nichts!









Spannung: 4
Humor: 2
Romantik: 3
Küsse: 4
Musik: 4
Charaktere: 4
Schauspieler: 5
Schluss: 4

8 von 10 Punkten!
Bewerte doch auch das Drama, falls du es schon gesehen hast ;)

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