Freitag, 31. Oktober 2014

[Halloween] Wieder zurück mit [PHONE]


Passend zu Halloween komme ich wieder aus meiner Gruft gekrochen und hoffe, dass ihr euch freut, dass ich wieder da bin. Und das bin ich diesmal hoffentlich wirklich. Ich konnte es mir auch dieses Jahr nicht nehmen lassen euch einen weiteren Horrorfilm zu kritisieren. Falls ihr die Filme vom letzten Jahr sehen wollt bzw die Einträgt dazu, dann ....

Heute geht es um PHONE


Phone stammt aus dem Jahre 2002 und hat dementsprechend bereits einige Jahre auf dem Buckel. Darunter leidet leider auch die online vorfindbare Qualität etwas, aber ich habe schon wesentlich schlimmeres gesehen. Den Film findet man ganz einfach auf Youtube, sogar in der Vollversion. Ansonsten werdet ihr sicher auch noch auf den anderen üblichen Seiten fündig.

„ Nachdem die junge Journalisten Ji-won einige Artikel über Pädophilie geschrieben hat, wird sie von unangenehmen Anrufen auf ihr Handy verfolgt. Auch nach dem sie Ihre Nummer und ihren Wohnort wechselt, verfolgen sie myteriöse Ereignisse und Anrufe. Ji-won stößt schließlich auf eine unangenehme Entdeckung: alle vergangenen Besitzer ihrer Nummer sind an myteriösen Umständen gestorben… „ 
- Quelle: http://www.moviepilot.de/movies/phone

Ich habe mich für den Film entschieden, weil Ha Ji Won die Hauptrolle spielt und ich sie sehr mag, außerdem ist noch Kim Yoo Mi, Choi Woo Jae, Kang Tae Eun und die talentierte Kinderschauspielerin Eun Seo Woo mit von der Partie. Der Cast war ganz okay bis gut, ich habe allerdings schon viel besseres von Ha Ji Won gesehen. Das kleine Mädchen hat sich aber super geschlagen und kam teilweise richtig creepy rüber. Also ja, auch diesmal versucht uns Asien mit seinen kleinen süssen, gruseligen, schwarhaarigen Mädels zu schockieren. Das gelingt hier teilweise, Albträume werden mich deshalb trotzdem nicht erwarten. 


Phone hatte einige Schreckmomente zu bieten, gruselig fand ich ihn trotzdem nicht sonderlich. Im Jahr 2002 wäre ich sicher viel beeindruckter gewesen, als ich es heute bin – die Filmindustrie ist eben im ständigen Wandel, auch was Horrorfilme angeht und dieser ist definitiv old-fashioned mit seinen alten Klapphandys. Nichtsdestotrotz mochte ich den Film, weniger als Horrorfilm, sondern als Thriller ist er nicht übel und ich mochte die Storyline. Mich hat sie jedenfalls wirklich überrascht.
Zusammenfassend kann man sagen, dass es zu Halloween sicher gruselige Filme gibt – Phone jedoch seinen eigenen Charm besitzt und sich dennoch für einen verregneten Vollmondabend eignet ^^

Gruselfaktor: 2/5
Thriller: 4/5
Albtraumgefahr: 2/5
Gesamt: 6/10

Bewerte doch auch den Film, falls du ihn schon gesehen hast ;)

Dienstag, 30. September 2014

[Korean Drama] Doctor Stranger

Original: 닥터 이방인
Synonym: Doctor Foreigner

Country: Korea
Sender: SBS
Erscheinungsjahr: 2014
Episoden: 20 (ca. 60 Min.)
Genre: Dramatik, Romantik, Medizin
Setting: Gegenwart

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Lee Jong Suk as Park Hoon
Jin Se Yun as Song Jae Hee / Han Seung Hee
Park Hae Jin as Han Jae Joon / Lee Sung Hoon
Kang So Ra as Oh Soo Hyun


Manga/Anime/Andere Versionen/Fortsetzung: Nein

Das Drama handelt von Park Hoon, einem Südkoreaner, der zusammen mit seinem Vater nach Nordkorea gebracht wurde und gezwungen war dort aufzuwachsen. Er wird dort zum Arzt ausgebildet, wie sein Vater, und wird zu einem „Genie“ auf seinem Gebiet. Als es ihm gelingt nach Südkorea zu flüchten, hat er die Möglichkeit in einem der besten Krankenhäuser Südkoreas zu arbeiten – wird dort jedoch wie ein Ausländer behandelt. Um seine verloren gegangene erste Liebe – Song Jae Hee - aus Nordkorea wiederzufinden, versucht er alles Mögliche um Geld aufzutreiben.



Emergency Couple hat mich auf den Geschmack gebracht, was medizinische Dramen angeht. Deshalb und wegen des tollen Casts habe ich mich dazu entschlossen Doctor Stranger zu sehen. Hätte ich es mal lieber gelassen, denn meiner Meinung (und die vieler anderer auch) nach ist das Drama der Inbegriff von „Wasted potential“, also vergeudetes Potential. Was spannend und interessant begann, artete in einem verwirrenden Chaos aus, dass einen von Folge zu Folge mehr verwirrte. Mehr dazu gleich.

Ich mag den Cast sehr, oder jedenfalls die Mehrheit davon. Lee Jong Suk macht seine Sache als Park Hoon wirklich gut und kann als „Arzt“ durchaus überzgeugen. Das gleiche gilt auch für Park Hae Jin, der als Han Jae Joon mal eine ganz andere Seite von sich zeigt (als in Stars) und den meiner Meinung nach interessantesten Charakter verkörpert. Kang So Ra mochte ich in Dream High 2 gar nicht, aber das lag wohl eher daran, dass ihr Charakter damals nicht viel her gab, hier hat sie mich als Oh Soo Hyun davon überzeugen können, dass sie keine schlechte Schauspielerin ist, wenn der Charakter stimmt.

Ich wünschte das könnte ich auch von Jin Se Yun behaupten, von ihr und ihrem Charakter Song Jae Hee war ich einfach nur dauergenervt. Sie macht ihre Sache nicht viel besser als BoRa, diese hat die Schauspielerei aber glücklicherweise nicht zu ihrem Hauptberuf gewählt. Ansonsten sieht man noch viele bekannte Schauspieler wie Jun Gook Hwa (Empress Ki), Choi Jung Woo (Master's Sun), Kim Sang Ho (City Hunter), Chun Ho Jin (City Hunter)... Insgesamt ein relativ konstant guter Cast (die Ausnahmen wurden erläutert^^), leider kann ich das gleiche nicht über die Storyline sagen.



Im Grunde kann ich euch nämlich gar nicht sagen, worum es in dem Drama ging. Rückblickend betrachtet war es einfach ein großes Chaos, das sich im Laufe der Zeit immer mehr ausbreitete. Dabei waren die ersten Folgen wirklich vielversprechend: ein Konflikt mit Nordkorea, Gefangennahme durch Nordkorea, Park Hoon (Lee Jong Suk) – der dort auf teils grausame Weise zum Arzt ausgebildet wurde und ja, auch die Liebesgeschichte mit Song Jae Hee (Jin Se Yun) fand ich ganz interessant. Es ging wirklich actionreich und innovativ zur Sache, auch wenn ich einiges unlogisch und nicht sonderlich realistisch fand, so habe ich die Show mit halb ausgeschaltetem Hirn genossen. Es wurden sogar einige wirklich schöne Szenen in Budapest aufgenommen, aber alles vergeblich. Das Geld was sie dafür investiert haben, hätten sie mal lieber in eine gescheite Screenwriterin stecken sollen, denn Doctor Stranger konnte nicht mal mehr vom Cast gerettet werden.



Park Hoon, gespielt von Lee Jong Suk, ist ein ärztliches Genie und hat das Talent quasi in den Körper eines Menschen blicken zu können, um dessen (kranke) Organe zu sehen. Auch wenn er diese Fähigkeit auf grausame Weise erlernt hat, versucht er von nun an damit so viele Menschen zu retten wie möglich. Er hat das Herz am rechten Fleck und ist mehr auf das Wohl anderer bedacht, als auf sein eigenes – was ihm natürlich früher oder später einige Probleme einbringt.



Seine erste Liebe Song Jae Hee (Jin Se Yun) hat er als Kind in Nordkorea kennengelernt und war seit diesem Augenblick immer an ihrer Seite. Sie haben beide das Medizinstudium absolviert und reden sogar schon über ihre gemeinsame Zukunft, als sie vor Park Hoon's Augen gekidnappt wird. Auch wenn er alles ihm Mögliche versucht um sie zu retten, trennen sich ihre Wege. In Südkorea angekommen beginnt Park Hoon nach ihr zu suchen, bis er auf eine Frau trifft, die ihr zum verwechseln ähnlich sieht, sich jedoch als Han Seung Hee ausgibt.



Han Jae Joon (Park Hae Jin) ist ein angesehener Chefarzt am Myeongwoo Hospital, einem der besten Krankenhäuser Südkoreas. Im Grunde läuft alles super für ihn, beruflich ist er gut eingebunden und auch privat hat er jemanden an seiner Seite – Oh Soo Hyun (Kang So Ra), die er aus ganzem Herzen zu lieben scheint. Doch Han Jae Joon ist nicht derjenige für den er sich ausgibt, außerdem hat er ganz andere Pläne mit dem Krankenhaus, als er vorgibt.


http://www.allkpop.com/upload/2014/04/af_org/park-hae-jin_1398712586_af_org.jpg


Oh Soo Hyun (Kang So Ra) ist die Tochter des Krankenhausdirektors des Myeongwoo Hospitals und eine gute Ärztin, die sich immer wieder im OP versucht, allerdings noch nicht die Beste auf ihrem Gebiet ist. Obwohl sie schon seit einiger Zeit mit Han Jae Joon liiert ist, setzt ihr Herz aus, als sie auf Park Hoon trifft, den neuen Genie-Arzt, der das ganze Krankenhaus auf den Kopf stellt.


Jetzt wisst ihr wenigstens halbwegs von wem ich rede. Die Schauspieler haben eine ganz gute Chemie miteinander, lässt man Jin Se Yun außer Acht. Ich empfand sie ganze Zeit als super nervig, hinzu kommen ihre ständigen Stimmungsschwankungen und das was ich am meisten hasse: wenn eine Person ständig versucht sich für die andere aufzuopfern oder der Meinung ist, dass die andere Person besser ohne einen Leben kann und deshalb verschwindet. Warum machen das immer so viele Charaktere in Dramen? I Don't Get It!! Liebe ist zu einem gewissen Maß egoistisch, natürlich kann es sein, dass man selbst nicht der perfekte Partner für seinen Geliebten ist, aber muss man ihn deshalb von Dannen ziehen lassen? Stellt euch vor das würde jeder machen, das wäre doch ein mega Chaos und woran soll man auch seinen perfekten Partner erkennen? Funkelt oder glitzert er wenn er vor dir steht? Also bitte Screenwriter: LASST DEN MIST. Mal ganz davon abgesehen, dass Oh Soo Hyun sowieso besser mit Park Hoon ausgesehen hat, als seine Alte. In dem Fall machen wir also eine Ausnahme: Zieh von Dannen Jae Hee xD


Natürlich gab es einige Aspekte, die mir an dem Drama gefallen habe – auch wenn ich trotzdem gern meine 20 Stunden zurück hätte. Neben dem Cast und einigen ganz interessanten Charakteren, gab es immer wieder was zu lachen/schmunzeln und wenn ich ehrlich bin, sind das die Momente, die mich am Leben gehalten haben. Die romantischen Szenen, die wir vorgesetzt bekamen, warum teilweise total random und ergaben im Gesamtzusammenhang keinen Sinn. Ich konnte lediglich mit den Augen rollen und wenn man das „Maincouple“ nicht shippt, dann schauts ja generell eher düster aus. QUACK-COUPLE FTW ;DD Und... ja die Musik war ganz gut. Viel mehr kann ich leider nicht aufzählen.


Ich wünschte wirklich, dass die Screenwriterin das Drama von Anfang bis Ende durchdacht und nicht Folge für Folge geschrieben hätte (wie so oft üblich) – in der Hoffnung, dass ihr schon ein gescheites Ende einfällt. Es gab nämlich so viele WTF Momente, die wirklich keinerlei Sinn gemacht haben. Man kann nicht irgendeinen Mist produzieren und darauf hoffen die Zuschauer mit random romantischen Szenen zu beschwichtigen. Das geht einfach nicht. Außerdem hat die „Storyline“ (falls man sie so nennen darf) ganz viele Hänger, ich hatte teilweise das Gefühl ich würde auf die Wiederholen-Taste klicken.



So unterschiedlich und abwechslungsreich die Anfangsszenen noch waren, so eintönig werden sie im Laufe der Zeit, bis es nur noch darum geht, wer der bessere Arzt ist. Es finden irgendwelche Wettbewerbe statt, die Null Sinn machen und zudem wirklich fragwürdig sind. Geht es nicht darum Patienten zu retten? Stattdessen kriegt man so Mist zu hören wie: Wenn du den Patienten nicht operierst gewinnst du. Mega! Ich bin begeistert. Von den dramatischen Szenen ganz abgesehen, in denen sich die Schauspieler im OP-Saal einfach nur in die Augen blicken, während der Patient – nun ja – am verbluten ist!



Meine Kritik war mindestens genauso random und durcheinander wie das Drama, sorry, aber es fiel mehr angesichts des Chaos' schwer mich zu ordnen. Ich rate euch von Doctor Stranger hab, egal wie toll ihr den Cast findet oder wie vielversprechend die Story klingt. Lasst es, ihr spart wertvolle Zeit! Sucht euch ein Drama, bei dem ihr euer Hirn nicht auf 50 % schalten müsst, um die unrealistischen und unlogischen Szenen ertragen zu können.



Spannung: 3
Humor: 4
Romantik: 3
Küsse: 4
Musik: 4
Besetzung: 4
Schluss: 2

6 von 10 Punkten!
Bewerte doch auch das Drama, falls du es schon gesehen hast ;)

Freitag, 26. September 2014

[Korean Movie] As One


Original: 코리아
Country: Korea
Erscheinungsjahr: 2012
Dauer: ca. 125 Min.
Genre: Dramatik, Sport, Realverfilmung
Setting: 1990-1993

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Ha Ji-won - Hyun Jung-hwa
Bae Doona - Ri Bun-hui

Han Ye-ri - Yu Sun-bok, Bun-hui's roommate
Choi Yoon-young - Choi Yeon-jung, Jung-hwa's roommate
Park Chul-min - Lee Eun-il, South Korean trainer
Kim Eung-soo - Jo Nam-poong, North Korean trainer
Oh Jung-se - Oh Doo-man
Lee Jong-suk - Choi Kyung-sub

Manga/Anime/Andere Versionen/Fortsetzung: Nein

 

Ich mag Ha Ji Won sehr gerne und habe deshalb einiger ihrer Filme auf der Liste. As One war einer davon. Ich wusste nicht worum es in dem Film geht, lediglich das er von einigen Menschen ganz gut bewertet wurde. Ohne große Erwartungen zu haben, stoß ich auf einen ganz besonderen Film, der zudem auf einer wahren Gegebenheit basiert.

Das Foto zeigt die richtigen Spielerinnen von 1991
Chiba, Japan, 1991: Die Tischtennisweltmeisterschaft findet statt. Noch vor einem Jahr standen sich Hyun Jung Hwa (Südkorea) und Ri Bun Hui (Nordkorea) als Gegner gegenüber. Doch dieses Jahr soll Korea als ein Land antreten, um die Unruhen in beiden Ländern aufgrund eines vorhergehenden Ereignisses zu beschwichtigen. Beide Teams haben allerdings gar keine Lust sich zusammenzuschließen: „ Dieses Mal war die Farbe der Medaille unsere geringste Sorge“. Ob sie es dennoch schaffen alle Hindernisse hinter sich zu lassen und China endlich zu schlagen?

Ich bin kein großer Fan von Sportfilmen, oder Tischtennis im Besonderen. Zwar spiele ich es ab und zu, aber mein Freund lacht mich immer aus, weil ich so schlecht bin xD Allerdings muss man all das gar nicht sein um As One zu mögen, weil es einfach um so viel mehr geht als nur Sport.


Es geht um Freundschaft, ein bisschen Romantik, darum seine Ängste zu überwinden und vor allem darum sich für einen bestimmten Zweck zusammenzuschließen, auch we
nn es heißt seine eigenen Bedürfnisse oder Vorurteile hinten an zu stellen. Im Vordergrund stehen dabei zwei starke Frauen, gespielt von Ha Ji Won und Bae Doona. Beide machen ihre Sache wirklich fantastisch und es ist toll mal wieder nur Frauen in den Hauptrollen zu sehen, auch wenn der Nebencast natürlich auch das männliche Geschlecht (Lee Jung Suk, Oh Jung Se...) beinhaltet.


As One konnte mich wirklich überzeugen und ließ gegen Ende auch bei mir kein Auge trocken. Ich finde es besonders schön zu wissen, dass es auf einer wahren Gegebenheit basiert. Die richtige Hyun Jung Hwa hat dabei geholfen den Film so authentisch wie möglich zu machen und außerdem Ha Ji Won dabei geholfen, ihre Rolle zu perfektionieren. Alle Schauspieler haben bereits Monate vor dem Drehstart Tischtennisstunden bekommen und sich dabei so ins Zeug gelegt, dass später keine Stunt Doubles benötigt wurden. Um auch die Nordkoreaner so realistisch wie möglich darzustellen mussten die Schauspieler, die die Nordkoreaner verkörpert haben, Sprachunterricht nehmen. Falls euch noch mehr Informationen interessieren, so schaut auf der englischen Wikipediaseite vorbei.


Auch wenn As One nicht die überraschendste Storyline hat und in einigen Punkten ziemlich vorhersehbar ist, so mochte ich es dennoch sehr und deshalb kann ihn euch wirklich weiterempfehlen. Man merkt, dass eine Menge Herzblut drin steckt und die schönsten Geschichten schreibt doch das Leben selbst.





Spannung: 3
Humor: 3
Romantik: 2
Küsse: /
Musik: 3
Besetzung: 5
Schluss: 5

9 von 10 Punkten!
Bewerte doch auch den Film, falls du ihn schon gesehen hast ;)

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